Urlaub 2011

Zuerst die Route

Die diesjährige Route sieht weniger Wechsel des Standorts vor :-)Start war nach einem Frühstück Büttgen.
Von hier aus ging es zu unserem(Mein Vater und ich) Zwischenstopp im Finsterbrunnertal in der Pfalz(Pflaz).
Wir hatten uns dagegen entschieden über die Autobahn zu fahren, somit war ein Stop nötig.
Das erste Ziel für eine Woche hieß, Gersbach im Schwarzwald.
Mein Vater ist danach nach Hause gefahren und ich bin weiter in die Schweiz nach Grindelwald.
(Hier bin ich zur Zeit)
Auch hier bleibe ich eine Woche uns am Samstag geht es dann weiter nach Agencourt in Frankreich.
Allerdings zum Klettern und nicht zum Motorradfahren ;-)Soweit die Route mit den großen Stops. Tagestouren werden immer als Rundtour vom jeweiligen Standort aus gemacht.
Ich werde davon berichten ;-)Hier die Karte(Sieht komisch aus, ist aber so!):


Abfahrt…

Endlich ist der Tag der Abfahrt gekommen. Die Wettervorhersage hat nichts gutes im Sinn und spricht von Regen für den nächsten Wochen. Wir haben mit dem Gedanken gespielt zu Hause zu bleiben, uns dann aber doch entschlossen loszufahren. Was sich als richtige Entscheidung herausstellen sollte.

Nach den ersten Killometern und Kurven in der Eifel haben wir dann an der Mosel Pause gemacht und und mit Kaffee und Apfelstrudel gestärkt. Bernkastel hat dafür einen schönen Platz, wo man auch motorradgünstig direkt parken kann 😉

Danach ging es quer durch den Hunsrück ins Naturfreundehaus Finsterbrunnertal. Dies kannte ich schon aus dem letzten Jahr und musste verblüfft feststellen, dass der ganze Hang, wo letzten Jahr noch Wald war, geschlagen wurde. Der Grund dafür ist ein heimtückischer Pilz. Er ist von außen nicht sichtbar und frist sich durch den ganzen Stamm bis der Baum umfällt. Also hat man jetzt freien Blick aufs Haus.

Das Zimmer wurde bezogen und nachdem wir was gegessen hatten, sahen wir auch schon wieder glücklicher aus.
Wir so gut wie trocken angekommen, als war die Wettervorhersage mit dauerhaftem Regen nicht „ganz“ korrekt.

Nach dem „reichhaltigen“ (Es war viel zu viel) Essen haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang gemacht, quer durch den Wald und zum Aussichtspunkt über das Tal.

So geht der erste Anreisetag zuende und ich berichte im nächsten Teil dann weiter über den Weg in den Schwarzwald.

Pfalz – Schwarzwald

Am nächsten Morgen hat uns erstmal das Geräusch von Regen begrüßt. Das ist natürlich nicht gerade der beste Start in den Tag. Erstmal in Ruhe frühstücken und dann sieht die Welt schon anders aus! Und siehe da er hörte rechtzeitig zu regnen auf. Maschinen trockenlegen und über noch nasse Straßen durch den Pfälzerwald richtig französiche Grenze. Die Klassiker wie Johanniskreuz und B48 haben wir natürlich mitgenommen und auch dieses Mal sind wir nicht im Johanniskreuz eingekehrt. Beim nächsten Mal schaue ich aber nach, ob es immer noch die teuerste Rollade der Welt gibt ;-). Um So weiter wir südlich unterwegs waren um so trockener wurden die Straßen und im Elsass was es dann endgültig trocken und sonnig.

Weiter führte uns die Strecke in die Vogesen. Die sind ein Regenloch und wir sind gut naß geworden. Die Route haben wir abgekürzt und sind auf dem schnellsten Wege wieder zurück Richtung Elsass und Rheintal. Dort schien wieder die Sonne und wir haben uns bei einem Stück Kuchen und Kaffee getrocknet.

Nun war es nicht mehr weit. Weiter südlich durch den Elsass bis Colmar und dann über den Rhein zu unserem Ziel dem Naturfreundehaus Gersbach. Hier hatten wir etwas Glück, dass der Regen im Schwarzwald zum größten Teil schon durchgezogen war. 5km vor Gersbach haben wir dann das erste Gebrüßungsfoto geschossen.

Zimmer beziehen, frischmachen, und lecker essen + Feierabendbier und schon lagen wir im Bett…

Schwarzwald
Wie ich schon schrieb sind wir also gut im Schwarzwald angekommen.
Am nächsten Tag sind wir im Haus geblieben. Es hat den ganzen Tag geregnet und einen Tag Pause wollten wir uns auch gönnen. Daher traf sich das Wetter eigentlich ganz gut.
Am nächsten Morgen klarte das Wetter auch gerade auf und wir haben uns mutig auf die Straße begeben. Eine schöne Runde Richtung Freiburg.Erste Pause schon auf 1000+ Meter:

Es war trocken und bis auf ein paar Schauern war auch nichts bedrohliches am Himmel zu sehen.
Es ging weiter über traumhafte Stra0en zum Freiburger Hausberg „Schau ins Land“. Dort haben wir dann Rast gemacht und bei schöner Aussicht unsere Vesperpakete gegessen.

In einer schönen Runde ging es weiter an den Schluchsee, hier haben wir dann eine Kaffeepause eingelegt. Schon hatte uns der Regen eingeholt und die letzten 60km ging es dann naß nach Hause. Trotzdem ein schöner Tag mit wirklich tollen Strecken!

Nächster Tag neues Glück. Eigentlich wollten wir Richtung Frankreich aufbrechen und nach Mulhouse fahren. Der Regenradar sagte aber nichts Gutes in westlicher Richtung also haben wir uns entschieden zum Bodensee zu fahren.
Dies war goldrichtig und wir sind mit dem trockenen Wetter mitgefahren. Erster Stop war Schaffhausen am Rheinfall.

Nach der Kaffeepause ging es weiter zum Ufer des Bodensees und daran entlang zum Naturfreundehaus am Bodensee. Das Haus liegt direkt am See in wirklich schöner Lage, ist neu gebaut undbefindet sich somit in einem super Zustand. Wir haben eine Kaffee und Kuchen Pause eingelegt und nun hatte uns das Wetter aus Westen eingeholt. Es fing also an zu regnen. Ein Blick auf den Regenradar und wir entschlossen uns erstmal recht schnell Richtung Schwarzwald aufzubrechen. Über eine Schnellstraße und ein Stück Autobahn konnten wir dann recht schnell den Regen umfahren und noch ein schönes Stück auf kleinen Strecken durch den Schwarzwald gondeln.
Hierbei kamen wir auch in St. Blasien vorbei, wo ich in meiner Jugend schon zwei Sommer verlebt habe. Kleine Pause mit Foto vor dem bekannen Dom:

Schön mal wieder hier gewesen zu sein. Ich war schon in der Kupel drin mit dem damaligen Dombaumeister. Eine tolle Führung. Über der von innen sichtbaren Kuppel befindet sich noch ein riesiger Raum, darüber ist die von außen sichtbare Kupper errichtet.Eigentlich schön als Konzertsaal zu nutzem, leider ungenutzt 😉

Danach schnell wieder in unsere Unterkunft und das Übliche: Frischmachen, Essen, Feierabendbier

Am nächsten Morgen sah das Wetter wieder ganz gut aus. Und diesmal auch in Richtung Westen. Da ich am nächsten Tag weiter nach Grindelwald und mein Vater nach Hause wollte, wir in den letzten Tagen schon gut Kilometer gemacht hatten, haben wir uns entschlossen nach Mulhouse in das Automuseum der Gebrüder Schlupf zu fahren. Dies relativ direkt über die Autobahn.

Die Gebrüder Schupf waren erfolgreiche Textilunternehmer. In ihren Besitzt waren einige Fabriken und Handelsunternehmen. Als die goldenen Zeiten der Textilbranche in Europa vorbei waren und die geschäftlichen Bedingungen immer schlechter wurden (Ab den 60gern siehe Mönchengladbach)widmeten Sie sich immer mehr ihrer Leidenschaft Autos zu sammeln. Besonderst Fritz fand darin eine neue Aufgabe. So wurden alte Werkshallen in Mulhouse komplett umgebaut und mit nachbauten Pariser Laternen ausgestattet um auch das richtige Licht zu schaffen. Bis zu 40 Mechaniker wurden beschäftigt um alle Autos im fahrbereiten Zustand zu halten. Fritz kauft bis zu 40 Autos in einem Schwung 😉 Seine besondere Vorliebe war Bugatti, da diese in der Nähe von Mulhouse gefertigt wurden(Und heute wieder gefertigt werden). So entstandt die größte Bugatti Sammlung der Welt.
Die Gebrüder waren etwas eigenartig und wandelten abends alleine durch die Hallen und schauten sich Ihre Autos an.In den 70ger Jahren war es das Ziel von Fritz die Ausstellung öffentlich zu machen, so kaufte er ein Hotel in Mulhouse um die vielen Besucher unterzubringen. Leider war die Firma 1977 zahlungsunfähig(Noch vor Eröffnung der Ausstellung) und die vielen Mitarbeiter besetzten das Werksgelände. Erst jetzt wurde bekannt wie viele Autos die beiden Brüder gesammelt hatten und der Wut des Pöbels entlud sich an einigen Autos. 2 Jahre lang wurde das Werk besetzt und die Ausstellung der Öffentlichkeit gegen Geld zugänglich gemacht. Die offenen Forderungen hätten durch den Verkauf der Autos beglichen werden können. Die französiche Regierung schritt ein und hilt die Sammlung zusammen und beglich die Forderungen der Mitarbeiter. Danch wurde das heutige nationale Automuseum gegründet. Wie ich finde eine sehr interessante Geschichte 🙂

Ich habe viel zu viele Bilder von Autos gemacht und es ist wirklich unglaublich wie viele zusammengetragen wurden.

Von:

Bis:

ist alles dabei!

Danach sind wir wieder über schöne Landstraßen nach Gesbach zurück und ließen unseren letzten Abend ausklingen.

Ich werde hier später noch zwei Bereiche anlegen wo ich auch Landschaftsbilder vom Schwarzwald und den Bergen einstelle. Hier nur soweit:

Der Ausblick vom Haus, nach dem Regen über den Schwarzwald an die Schweizer Grenze.
Die Bilder sind hier viel zu klein um ihre Wirkung zu entfalten. Daher lade ich alle ein bei mir vorbeizukommen und sich das Ganze in groß anzuschauen 🙂 Besser noch ist selbst hinfahren…

Am nächsten Morgen ging es für mich dann weiter nach Grindelwald(wo ich jetzt noch bin) und für meinen Vater mit einem Zwischenstop inder Pfalz wieder nach Hause.

Jetzt gleich werde ich erstmal was bouldern gehen und dann schauen ob ich heute noch Zeit finde weiter zu schreiben 😉

Schwarzwald – Schweiz

Am nächsten Morgen ging es also weiter in die schweiz. Wir haben noch in Ruhe gefrühstückt und dann kam nach einer viel zu kurzen Woche schon der Abschied. Nach einer Kreuzung und dem letzten Winken war ich alleine unterwegs. Komisch wenn man in den letzten Tagen immer einen Lichtkegel im Rückspiegel hatte. Also erstmal abgewöhnen ständig in den Spiegel zu schauen, da kommt keiner mehr und mein eienes Tempo finden…
Der Schwarzwald verabschiedete sich mit schönen Strecken und bald war der Rhein überwunden und ich war in der Schweiz. Im allgemeinen verfügen die Strecken in der Schweiz über einen super Belag und ich freute mich auf die Kurven die da kommen…

Da die Strecke insgesamt nur 230km betrug konnte ich mir also Zeit lassen und so die ein oder andere lustige Eigenart der Schweiz kennenlernen. Ein Motorrad heißt hier „Töff“, so gibt es auch eine gleichnamige Motorradzeitung. An vielen Stellen auf den typischen Strecken finden man also sowas hier:

Auch habe ich viele andere lustige Schilder gesehen. „Dörfli“ oder „Bahnhöfli“ sind hier ernstgemeinte Wegweiser. Vielleicht sollten wir auch in Deutschland sowas einführen, so hätte unser Schilderwald wenigstens einen gewissen Charme und Witz 😉

Über die ersten kleineren Straßen und auch kleineren Berge/Hügel bin ich dann gut und trocken in Grindelwald angekommen. Die erste Bergkette der Alpen ist nicht sonderlich hoch, dahinter kommt das Tal mit Grindelwald was ca. auf 1000m liegt und dann steht da einfach ein Eiger mit seinen fast 4000m(@Sebi, so wie die Niagarafälle einfach runterfallen, so steht der einfach da). Es ist einfach unbeschreiblich. Auch die Nachbarn sind ähnlich hoch oder sogar noch höher.

Diesen Blick auf den Eiger hat man vom Haus aus…

Die eigentliche Dimenson ist gar nicht greifbar. Man merkt erst wie riesig der Berg ist wenn z.B. ein Hubschrauber oder Paraglider daran vorbeifliegt und man ein gewisses Maß hat.
Die Natur ist also doch der eigentliche Taktgeber in unserem Darsein, auch wenn wir das allzuoft nicht wahr haben wollen.

Also bin ich hier gut angekommen:

Im Naturfreundehaus(„Naturfründlihus“) Grindelwald. Die zwei Hauswirte Heinz und Verena machen das schon seit 13 Jahren und sind die Eigenarten von Backpackern gewöhnt. Das darf ich an dieser Stelle vorwegnehmen: Die beiden machen einen unglaublichen Job!
Das Haus ist in einem super Zustand und alles ist so sauber, dass man vom Boden essen könnte. Die Zwei sind früh auf den Beinen und machen für alle ein perfektes Frühstück, danach wird alles gereinigt, die Zimmer gelüftet, neu bezogen usw., zwischendurch telefoniert, check-in, check-out, Gäste beraten. Von 13 – 15 Uhr nehmen sich eine kurze Pause und danach geht es weiter mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Hier wird frisch und sehr lecker gekocht! Gegen 22:30 Uhr geht ihr Tag dann zu Ende. Das machen Sie 7 Tage die Woche nur im Frühjahr und im Herbst haben sie ein paar Wochen zu. Zwei wirklich tolle Personen!

Mehr Geschichten dann in den nächsten Einträgen…

Schweizer Touren

Heute Abend ist noch nix los hier und ich nutze die Zeit weiterzuschreiben…Die ersten Tage meiner Zeit hier habe ich zum Motorradfahren genutzt. Dafür bin ich ja hier und das Wetter hat auch gepasst :-)WIe schon geschrieben sind die Strecken hier wirklich in einem guten Zustand und der Sustenpass(Ich bin in 2 Mal gefahren) ist mein neuer Liebling. Hier kann man kontrolliert die Kuh fliegen lassen 😀

Sustenpass, St. Gotthard, Furkapass, Grimselpass und Nufenenpass waren mein hauptsächliches Fahrgebiet. Aber auch eine Runde Zentralschweiz habe ich mir nicht entgehen lassen. WIe schon gesagt, werde ich nicht zu viele Bilder von den Touren einstellen. Das ist hier einfach zu langweilig und zu klein in der Darstellung.

Am Sustenpass hatte es den Tag zuvor noch geschneit und man konnte sehen wie der Schnee beiseite geschoben wurden. DIe erhoften Schneewänden(3m) am Nufenenpass waren leider nicht da, früher ein übliches Foto für Motorradfahrer. Der Klimawandel lässt grüßen. Ist auch überall an den Gletschern zu sehen(Einige Unbelehrbare würde mir hier sicherlich widersprechen…). Es war auf jeden Fall saukalt und es ist etwas komisch mit dem Motorrad durch Schnee zu fahren.

Vom Grimselpass geht eine Panoramastraße ab. Diese ist immer nur in eine Richtung zu befahren und über eine Ampel gesteuert. Ich kann nur empfehlen sich hierfür Zeit zu nehmen. Mal landet an einem schönen Stausee wo absolute Ruhe herrscht.

Ich habe hier fast 1 1/2 Stunden verbracht und bin durch die Gegend gewandert. Die fehlenden Wanderschuhe stören! Ich muss das auf jeden Fall ändern…
Nachdem ich mich ganz langsam angepirscht habe, konnte ich sogar ein gutes Foto von einem Murmeltier schießen, welches sich direkt vor mir über die Blüten hermachte.

Auch sonst ist überall mit Tieren zu rechnen:

Man sollte also immer mit entsprechend wachsamen Augen den Straßenrand im Auge haben.
Das Schöne am Motorradfahren ist der direkte Kontakt mit der Umgebung, so nimmt man Geräusche und Gerüche viel intensiver wahr als im Auto. Trotzdem muss man immer eine Entscheidung treffen. Entweder man schaut in die Landschaft, fährt mit einem sehr gemütlichen Tempo und genießt die Eindrücke, oder man konzentriert sich auf das Fahren mit dem verbundenen Fahrspaß. Ich versuche immer ein gutes Mittel zu finden und wechsel zwischen den beiden Modi 😉

Auch mit Motorradstiefeln ist ein gewisses Wandern möglich. Vielerorts ist zu besichtigen, dass die Leute nur noch aus den Auto’s aussteigen, die Türen offenlassen 3 Bilder schießen und schon wieder im Auto sitzen. Ich versuche mich hier gezielt zu entschleunigen. Am Anfang einer Tour bin ich auch immer fix unterwegs, stehe unter einem unbegründeten Druck den wir scheinbar in uns tragen. Im Alltag müssen wir ja jeden Tag etwas schaffen und schnell und effizient sein, in der Freizeit muss das nicht sein. Jetzt nach fast 2 Wochen bin ich das fast los. 🙂

Soviel zu meinen Wegen durch die Schweiz. Es gibt unzählige Bilder von unterwegs und den unterschiedlichen Panoramen die sich einem bieten. Aber die führe ich euch dann zu gegebener bei mir vor 😉

Wer Routen, GPS Daten oder andere Informationen haben möchte kann sich gerne bei mir melden…

Hopp Schwiiz

Die Schweiz ist schon ein interessanten Land. Das Preisniveau ist allgemein hoch. Lebensmittel usw. sind hier zum Teil deutlich teurer als bei uns. Dabei hat der Käse und die Milch es garnicht soweit.
Für mich ist es natürlich traumhaft dem Wertverfall des Euros zuzuschauen. Letztes Jahr hatte ich einen Wechselkurs von 1,37 jetzt liegt er noch bei 1,14. Wir bekommen das so nicht mir, da wir in den Nachrichten nur den Doller gezeigt bekommen, der verliert aber noch schneller an Wert. Mal sehen wann sich Republikaner und Demokraten einigen. So oder so bei ca. 30% Auslandsschulden(Japan hat 5%) und dem Verlust von „AAA“ haben die genug Probleme 😉
Während meines Aufenthalts hier schwankte der Kurs zwischen 1,20 und 1,13…Der Schweizer ist da urstabil und ich hatte ja schon über die lustigen Straßenschilder „Dörfli“ und „Bahnhöfli“ berichtet. Auch politisch ist der ein oder andere Schweizer zu einem Statement bereit.

Auf jeden Fall sind die Leute hier freundlich und etwas zurückhaltend.

In den Bergen ist mir aufgefallen, dass jeder Fleck genutzt wird um Wasserkraft zu nutzen, was leider auch zu Folge hat, dass man fast kein Foto hinbekommt ohne Stromleitungen oder sontige Zivilisationseingriffe zu dokumentieren. Gerade am Grimselpass sind die gewaltigen Eingriffe in die Natur zu sehen.

Die Gletscher schmelzen immer schneller und auch die Niederschläge werden weniger. Also wird auch die Strommenge hier in Zukunft abnehmen und die Schweizer vor Probleme stellen. Ein Atomkraftwerk stand direkt an der deutschen Grenze 😉

Was absolut großartig ist, ist das öffentliche Verkehrsnetz. Busse und vor allem Bahnen fahren wirklich überall hin und man trifft die unterschiedlichesten Modelle an den ungewöhnlichsten Orten.

Menschen und Begegnungen

So gerade nochmal die Lage gechecked und heute ist wirklich nicht viel los. Keine interessanten Neuankünfte sind zu vermelden, weder auf weiblicher Seite noch an „sonstigen“ interessanten Personen. 🙂
Also trinken ich weiter meinen Crianza und schreibe noch ein paar Zeilen…Hier herrscht wirklich Backpacker Atmosphäre und jeden Tag reisen Leute ab und neue kommen an.Nationen bis jetzt:

US-Amerikaner
Kanadier
Bulgaren
Polen
Russen
Koreaner
Japaner
Israelis
Norweger
Schweden
Franzosen
Engländer
Schweizer
Deutsche

Asiaten sind sehr verschlossen. Viele schauen direkt auf den Boden, so ist es schwer mit Ihnen in Kontakt zu kommen. Mit einem Koreaner habe ich mich etwas länger unterhalten. Er handelt mit Lebensmitteln und war ein ganz lustiger Typ. Er hat in den USA studiert und da ist auch der Grund für seine offenere Art zu finden. Die restlichen Asiaten bleiben unter sich.

Dann haben wir hier eine schwedische vorzeige Familie. So stelle ich mir das später auch vor. Es werden Geschichten vorgelesen, gesungen und viel gelacht. 3 super aktive aber nette Kinder, eine wirklich hübsche(obwohl dunkelhaarige) Mutter und ein blonder Vater mit blonden Wimpern. Sie bleiben aber unter sich und außer ein „Hei Hei“ wird nicht viel gesprochen. Trotzdem sieht man Ihnen das Glück regelrecht an 🙂

Anmerkung der Redaktion: Bin jetzt zum naturtrüben Zwickerl Bier übergegangen.

Dann haben wir Mr. Hayes. Er ist Engländer, wird als einziger mit seinem Nachnamen angesprochen. Ist nach vorsichtigen Schätzungen über 70 und kann sich kaum auf den Beinen halten. Geht aber jeden Tag wadern!? Er missversteht sich wunderbar mit Heinz(Hüttenwirt) und die beiden reden herrlich aneinander vorbei. Beim Abendessen bin ich bei der Nachspeise und er ist noch mit der Vorspeise beschäftigt. Ein unglaubliches fast zeitlupenartiges Tempo wird dabei an den Tag gelegt. Alles hat einen ganz bestimmten Ablauf. Erst geht er in die Küche und holt seine 2 Liter Cola light Flasche. Diese wird dann auf denTisch gestellt und danach um den Tisch herumge“laufen“ und Platz genommen. Danach wird die Zeitung in die richtige Position gebracht. Jeder Gang wird erstmal mit ordentlich Salz gewürzt(Salzstreuer musste schon nachgefüllt werden). Natürlich ohne vorher gekostet zu haben. Ich bin dann meistens schon mit jemanden im Gespräch oder lese gerade, wenn er mit dem Essen fertig ist. Meistens fallen ihm dann die Augen zu und er sitzt noch ca. 10 Minuten da. Bis er sich auf den Weg ins Bett macht. Mir ist unklar wie er tagsüber auf die Berge kraxelt. Er hat aber die Anmut eines britischen Lords. Sprechen tut er mit niemanden.

Wo wir gerade bei unklar sind. Es gibt noch ein anderes älteres Paarchen welche ich auf Ende 60 schätze. Sie kommen aus Bayern und planen Ihre Touren umfangreich. Jeden Tag tauschen Sie sich auch mit mir aus, wie das Wetter war und wie es sonst so war. Dabei kann ich zu Ihren Wandertouren gar nicht soviel beitragen. Der Herr im Bunde bewegt sich abends auf jeden Fall wie der Glöckner von Notre Dame. Auch hier ist mir unklar wie er das macht. Die Touren die Sie mir auf Karten zeigen schätze ich schon als schwierig ein.

Am Montag und Dienstag war eine Gruppe Russen hier mit denen ich viel Spaß hatte. Ich bin mit einem beim zähneputzen „Do you speak english“ ins Gespräch gekommen. Er sprach akzentfrei englisch, daher habe ich erst als US-Amerikaner eingestuft, danach aber erfahren das er Russe ist und in New York lebt. Da macht er „business“. AHA! Er war mit zwei Damen alleine unterwegs und eine andere Gruppe Russenhat sich dann abends dazugesellt. Wir haben Karten gespielt und viel Spaß gehabt. Am zweiten Abend wurde „etwas“ russischer Wodka aufgetischt und wir haben alle die Zimmer noch gefunden.

Gestern Abend war ich dann mit einem norwegischen Paarchen auf einem Open Air was jeden Mittwoch hier in Grindelwald stattfindet. Das Wetter war durchwachsen und es war kalt. Es wollte keine richtige Stimmung aufkommen und wir waren recht früh wieder zu Hause. Die zwei waren auf jeden Fall ganz nett.

Mit vielen anderen hat man nur flüchtig Kontakt und mehr als ein Hallo, Woher usw. kommt nicht zu Stande.

Heute war wieder recht schlechtes Wetter und nachmittags habe ich etwas für die Homepage geschrieben. Dabei war es schön zu beobachten wie ein schwedisches Kind mit einem französischen Kind spielt ohne das Sie miteinander sprechen können. Haben sich aber prächtig „verstanden“ und hatten viel Spaß. Ich denke man könnte auch ein beliebiges Kind aus Bush’s „Achse des Bösen“ mit einem amerikanischen Kind zusammensetzen und die beiden würden sich prächtig verstehen. Schon interessant was Erziehung, Vorurteile und Medien aus uns machen…

Das aber nur so nebenbei als keine Anekdote und jetzt gehe ich ins Bett!

Letzter Tag in der Schweiz

So heute ist mein letzter Tag hier und ich habe mir nochdie Trümmelbachfälle angeschaut.
Wirklich super! Ich komme aber nicht mehr dazu die Bilder zu bearbeiten und auf die Homepage zu stellen.Da ich in Frankreich wahrscheinlich kein Internet haben werden, werde ich erst von zu Hause aus die nächsten Updates eingeben. Dann gibt es auch wieder ne Menge zu berichten und viele Bilder.Bis dahin habt ne gute Zeit!

Wieder zu Hause

Nun reiche ich die Bilder von den Trümmelbachfällen nach. Sie entwässern seit Jahrtausenden die Gletscher von Eiger, Mönch und Jungfrau. Man kann sich also vorstellen wieviele Liter Wasser jeden Tag fließen…

Der Stein ist wirklich vollkommen glatt geschliffen und es haben sich interessante Formen gebildet…

Am nächsten Tag ging es dann über Landstraßen nach Agencourt in Frankreich und ich musste mich von der schönen Bergwelt verabschieden. Lange gerade Strecken in Frankreich…

… führten mich dann zu unsere Gite.

Die Kletterwoche war ein Angebot von www.felsenundmeer.de und war einfach traumhaft. Meine Patentante, eine Freundin meiner Tante, mein Cousin, ein Freund meines Cousins und mein guter Freund Kazuo stießen hier dazu. Insgesamt hatte die Gruppe 14 Personen und wir hatten eine unglaublich harmonische und schöne Woche.

Morgens mit gutem Frühstück in den Tag.

Abends mit einem Bier oder Rotwein den Abend ausklingen lassen.

Allgemein gab es beim Klettern viel zu lernen, da wir noch nie vorgestiegen und am freien Fels geklettert waren. Es war ein ganz neues Gefühl des Kletterns und hat im nachhinein eine ganz neue Leidenschaft geweckt. Mit unserem Vito den meine Tante mitgebracht hatte( Von Hartmann Tuning zu Verfügung gestellt! VIELEN DANK!) ging es morgens los…

… an die schönen Kletterlocations.

Die ganze Woche hatten wir richtig gutes Wetter und konnten einfach nur die Zeit am Fels genießen.

Dabei lernten wir jeden Tag neue Dinge und entwickelten unsere Felskletterei weiter. Hier bin ich bin einem möglichen Notausstieg(Wenn nichts mehr passt außer die Prusik).

Am letzten Tag hat uns dann doch tatsächlich noch der Regen eingeholt und Kolja und ich mussten im Regen noch Material aus der Wand holen.

Hier noch ein Gruppenbild von den Haufen 🙂

Am nächsten Tag war das Wetter wieder regnerisch und ich bin daher über die Autobahn nach Hause gefahren und schon waren 3 wunderschöne Wochen vorbei…

Bis bald…

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